SFB 627: Nexus
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unilogo Universität Stuttgart
SFB 627: Nexus
Teilprojekt A3:

Sicherheit, Privatheit und Abrechenbarkeit in kontextbezogenen Systemen

English Version
 
Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. mult. Paul J. Kühn

Universität Stuttgart
Institut für Kommunikationsnetze und Rechnersysteme
Pfaffenwaldring 47
70569 Stuttgart

Tel. +49 (0)711 685-8027
Fax +49 (0)711 685-7983
mail@ikr.uni-stuttgart.de


Überblick


Dienste und Anwendungen, die auf umfassenden Umgebungsmodellen und damit auch auf personenbezogenen Daten basieren, bewegen sich in einem sensitiven Bereich und werfen daher weitreichende Sicherheits- und Akzeptabilitätsfragen auf. Dabei werden von den beteiligten Seiten unterschiedliche Anforderungen gestellt: Aus Sicht der Benutzer müssen personenbezogene Daten vor unautorisierter Nutzung geschützt werden. Seitens der Dienstbetreiber und Informationsanbieter steht die Gewährleistung der Abrechenbarkeit und der Schutz ihrer Dienstangebote vor unberechtigter Nutzung im Vordergrund. In diesem Forschungsvorhaben werden deshalb Lösungen für künftige offene Dienstplattformen untersucht, welche diese teilweise gegensätzlichen Anforderungen von Nutzern, Anbietern und Betreibern Rechnung tragen. Es ergeben sich dazu mit Sicherheit und Privacy einerseits und Abrechenbarkeit andererseits zwei inhaltlich und methodisch eng verknüpfte Themenschwerpunkte, die in enger Abstimmung bearbeitet werden müssen, um multilaterale Lösungskonzepte für kontextbezogene Dienste zu entwickeln. Die Entwicklung der technischen Lösungen wird auch aufzeigen, in wie weit ggf. regulatorischer bzw. rechtlicher Handlungsbedarf besteht.

Im ersten Schwerpunkt werden die in der ersten Förderperiode zunächst statisch ausgeführten Sicherheits- und Datenschutzmechanismen weiterentwickelt. Das Ziel ist ein Sicherheitsrahmenwerk, das sich dynamisch an den Kontext der Nutzer und an sich verändernde Rollen der Beteiligten anpasst. Hierbei muss Umgebungsmodellinformation einerseits geschützt werden, sie muss aber andererseits auch als Informationsquelle für Sicherheitsmechanismen dienen können. Es werden deshalb feingranulare, kontext- und vertrauensabhängige Zugriffskontrollen entworfen, um Modelldaten gegen unautorisierte Nutzung zu schützen. Durch Verwendung verteilter Reputationssysteme werden die Mechanismen und Dienste auch dann nutzbar sein, wenn nicht alle involvierten Benutzer, Dienstanbieter und Betreiber als vertrauenswürdig eingestuft werden oder wenn diese nur eingeschränkt kooperieren.

Im zweiten Schwerpunkt werden Systemarchitekturen und technische Mechanismen entworfen und untersucht, welche eine Entgelterhebung für kontextbezogene Dienste ermöglichen. Dazu müssen Sitzungs- und Signalisiermechanismen für föderierte Systemplattformen entwickelt werden. Darauf aufbauend werden skalierbare Verfahren zur differenzierten nutzungs- und kontextabhängigen Abrechnung untersucht und in die im Sonderforschungsbereich entwickelte offene Systemplattform integriert. Das Ziel sind Verfahren, welche eine Abrechnung der Nutzung von Kontextinformationen ermöglichen, aber gleichzeitig einen weitgehenden Schutz der Privacy der Benutzer bieten.


Institut


- Institut für Kommunikationsnetze und Rechnersysteme    


Personen


- Teilprojektleiter    
 - Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. mult. Paul J. Kühn   
- Wissenschaftliche Mitarbeiter    
 - Andreas Gutscher   
 - Christian Hauser   
 - Michael Scharf