Komplexe kontextbezogene Anwendungen stellen hohe
Anforderungen an die Kommunikationsinfrastruktur
hinsichtlich Bandbreite und Dienstgüte. Zwischen diesen
Anwendungsanforderungen und den Möglichkeiten heterogener
Kommunikationsnetze entsteht eine über Ort und Zeit
variierende Differenz. Zu deren Ausgleich müssen
Anwendungen wie die Visualisierung von Modellinformation
auf mobilen Endgeräten adaptiv ausgelegt werden und
benötigen eine anwendungs- und schichtübergreifende
Adaptionssteuerung. Ein Schwerpunkt dieses Teilprojekts
sind daher Verfahren zur Adaptionsunterstützung für
Nexus-Anwendungen. Dazu werden Mechanismen zur
netzbasierten Mediation von Umgebungsmodelldaten sowie zur
Unterstützung adaptiver und zeitlich verschiebbarer
Kommunikationsvorgänge entworfen. Die Bewertung und
Untersuchung von Wechselwirkungen mit Anwendungen erfolgt
in Zusammenarbeit mit Nexus-Anwendungsprojekten.
Der andere Schwerpunkt des Teilprojekts ist die schicht-
und anwendungsübergreifende Steuerung der
Adaptionsmechanismen. Für Steuerentscheidungen ergeben sich
durch die Nutzung höherwertiger Kontextinformation aus
Umgebungsmodellen neue Optimierungspotenziale. Neben im
Nexus-Umgebungsmodell gespeicherten Zellgeometrien und
Netzeigenschaften können insbesondere auch nutzerbezogene
Kontextinformationen genutzt werden, die Rückschlüsse auf
in Zukunft zu erwartende Kommunikationsanbindungen und
-bedürfnisse zulassen. Dazu gehört z. B. der Ort des
Nutzers in Verbindung mit Bewegungsprognosen, die auf der
Basis von Navigationsdaten aus dem Nexus-Umgebungsmodell
gewonnen werden können. Ferner können das vergangene
Verhalten, Informationen über aktuelle Aktivitäten,
Nutzerpräferenzen oder Preisvorgaben herangezogen werden.
Teilprojekt A1 kann dazu verschiedene im
Sonderforschungsbereich entworfene Mechanismen zum Umgang
mit Kontext anwenden (unscharfe Informationen,
Situationserkennung, etc.).