Nexus ist eine spezifische Ausprägung eines verteilten
Systems und benötigt zur Realisierung eine
Kommunikationsplattform. Während bei aktuellen
Rechneranwendungen Endgeräte/Server an ein festes Netz
(z.B. LAN) oder ein Mobilfunknetz bestimmter Technologie
angeschlossen sind, benötigen zukünftige mobile
Anwendungen gleichzeitig oder in wechselnder Folge den
Anschluss an technologisch unterschiedliche Netze wie
WLAN, GSM/GPRS, UMTS, Bluetooth. Mobile Endgeräte müssen
neben der Multianschlusstechnik auch
Verbindungsweiterleitungen bei Wechsel in eine Funkzelle
derselben Technologie (Horizontal Handover) oder einer
anderen Technologie (Vertical Handover) ermöglichen.
Die genannten Anforderungen stellen eine in vielerlei
Hinsicht neue Herausforderung an die
Kommunikationsinfrastruktur dar, zu deren Lösung auf
bestehende Netz- und Endgerätetechnologien aufgesetzt
werden soll. Um zukünftige mobile Anwendungen effizient
unterstützen zu können, ist eine über das
Internet-Protokoll und die Socket-Schnittstelle
hinausgehende anwendungsorientierte
Kommunikationsmittelschicht (Plattform) erforderlich,
welche von den darunter liegenden konkreten
Infrastrukturen, die meist nur temporär verfügbar sind,
möglichst abstrahiert. Dabei sollen häufig benötigte
Kommunikationsfunktionen in Form mächtiger Dienstelemente
bereitgestellt werden.
Aufbauend auf den Arbeiten der Nexus Forschergruppe sollen
in diesem Teilprojekt
eine IP-basierte Kommunikationsplattform untersucht
und als Basis für andere Projektteile und für das
gemeinsame Demonstrationssystem bereitgestellt werden
auf der Basis des Umgebungsmodells
eine Kosten-Nutzen-optimierende
Kommunikationsarchitektur für mobile Anwendungen
entworfen und
wissenschaftlich untersucht werden
die dem Sonderforschungsbereich zugrundeliegende
Systemarchitektur unter Leistungsgesichtspunkten
bewertet und weiterentwickelt werden
weiterführende Studien zu Kommunikationsarchitekturen
im Bereich des Mobile Internets durchgeführt werden