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Programmierbare Logik Bausteine ermöglichen es, die Funktionalität eines
Chips selbst fest zu legen. Dadurch lassen sich sehr schnell digitale Systeme
entwickeln, die als Prototypen für spätere Serienprodukte oder als
experimentelle Aufbauten zu Forschungszwecken genutzt werden können.
Logikfamilien
Am IND werden verschiedenen Logikfamilien der Firma Altera eingesetzt.
MAX7000-Familie
- produkttermbasiert Makrozellen
- EEPROM-basiert (nicht flüchtige Programmierung)
- 32 bis 256 Makrozellen / Chip
- 600 bis 5000 Gatteräquivalente
- 36 bis 164 I/O-Pins
FLEX10k-Familie
- Look Up Table(LUT)-basierte Logikzellen
- SRAM-basiert (flüchtige Programmierung)
- 576 bis 12.160 Logikzellen / Chip
- 10.000 bis 250.000 Gatteräquivalente
- 134 bis 470 I/O-Pins
APEX20k-Familie
- Look Up Table(LUT)-basierte Logikzellen
- SRAM-basiert (flüchtige Programmierung)
- 1.200 bis 51.840 Logikzellen / Chip
- 30.000 bis 1.500.000 Gatteräquivalente
- 128 bis 808 I/O-Pins
Software
Aus den Netzlisten, die ein
Synthese-Werkzeug erstellt, erstellt nun
ein "Place and Route"-Werkzeug die Progammierdateien für den jeweiligen
Baustein. Für die Bausteine von Altera werden beim IND die Programme Quartus
und Max+Puls II eingesetzt.
Experimentierplattformen
Flex-10k-Adapterplatine
Für anspruchsvolle Entwürfe, die umfangreich und schnell sein sollen, benötigt man
programmierbare Logikbausteine, die recht teuer sind. Um diese nach dem Einsatz
in einem Projekt wieder nutzen zu können, wurde am IND eine Adapterplatine
entwickelt, die die Ein- und Ausgangspins des Bausteins auf Steckern zur Verfügung
stellt. Diese Adapterplatine wird dann auf projektspezifische Platinen
aufgesteckt.
Sie enthält:
- Einen Baustein der Altera FLEX10K-Familie
- Vielploige Steckverbinder
- Eine Ladeschaltung mit Eprom zur Konfiguration des FLEX10k-Bausteins
- Sockel für Quarzoszillator zur variablen Festlegung der Systemfrequenz
System-On-a-Programmable-Chip-Board 
Um Systeme mit sehr hohen Taktraten realisieren zu können, muss nicht nur ein
schneller programmierbarer Baustein eingesetzt werden, sondern es müssen auch
die Peripherie-Bausteine in adäquater Weise angebunden werden. Dazu wurde am
Institut für Nachrichtenvermittlung und Datenverarbeitung eine Platine
angeschafft, die einem schnelle APEX20KE-Baustein sehr viele
Peripheriekomponenten zur Verfügung stellt:
- 64MB SDRAM
- 4MB Flash memory
- 2x 1MB Cache Memory
- Schnittstellen:
- 10/100 Mb-Ethernet
- USB
- IEEE 1394
- Maus
- Tastatur
- VGA-Anschluss
- RS-232
- Drucker-Anschluss
- Erweiterungsstecker für eigene Platinen
Diese Platinen werden für Studien- und Diplomarbeiten eingesetzt.
Modellprozessor
Für das Praktikum Datenverarbeitung wurde am IND ein Prozessor für Lehrzwecke
entworfen. Dieser Modellprozessor ermöglicht es, in die einzelnen Elemente
eines Prozessor "hinein zu sehen" und auch die Abläufe im Prozessor
selbst zu beeinflussen. Realisiert wurde das System durch Einschubkarten, die
jeweils eine Funktionseinheit des Prozessors bilden. Die Funktionalität der
Einheit wird vollständig durch programmierbare Logikbausteine bestimmt. Diese
Bausteine können im Praktikum selbst programmiert werden. Dies fördert zum
einen das Verständnis für die Funktion eines Prozessors und zum andern wird der
Umgang mit programmierbarer Logik vertieft.
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